Schulpartnerschaften

Kooperation mit Schulen in der sog. "Dritten Welt"
Viele Schulen in Ost und West pflegen Beziehungen zu Partnerschulen in Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens in unterschiedlicher Intensität, Dauer und Ausprägung. ASET e.V. unterstützt sie dabei - Teil eines neuen EU-Projektes "Awareness for Fairness" (A4F).


(Foto vom OSZ MOL Strausberg)

ASET e.V. betreut Schulpartnerschaften mit afrikanischen Ländern, z.B. in Senegal, Kamerun und Tansania.

Nord-Süd-Schulpartnerschaften bieten eine einzigartige Chance, globales Lernen in der Praxis mit konkreten Partnern im Süden zu praktizieren. Dadurch wird die Teilhabe des einzelnen am globalen Geschehen deutlich, Freundschaften entstehen, Vorurteile und Weltbilder werden hinterfragt und weltweite Zusammenhänge als persönlich bedeutsam erlebt. Gleichzeitig aber sind solche Partnerschaften auch nicht ohne Schwierigkeiten, denn sie bilden sich vor dem widersprüchlichen Horizont unserer Welt ab. Deshalb ist es uns ein Anliegen, solche globalen Dialogprozesse zu begleiten.

Was bietet ASET an?

  • Schulinterne Beratung zum Start und zu den Herausforderungen einer Nord-Süd-Schulpartnerschaft
  • Kontaktherstellung zu Schulen in englisch- und französisch-sprachigen afrikanischen Ländern
  • Begleitung und Beratung zum Konzept und zur inhaltlichen Gestaltung der Partnerschaft
  • Unterstützung bei finanziellen und organisatorischen Fragen – auch bzgl. der Durchführung von Begegnungen
  • Interkulturelle Vermittlung bei generellen und konflikthaften Fragestellungen
  • Unterstützung bei der Kommunikation mit den Partnern
  • Vor- und Nachbereitung von Begegnungsprogrammen
  • ggf. Begleitung bei Begegnungen
  • Angebote zum Globalen Lernen in der Schule und Schulumgebung, incl. Koordination und Organisation
  • Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung der Akteure im Bereich Nord-Süd-Schulpartnerschaften

Konkret geht es meist darum, im Inland eine Gruppe von Lehrkräften und SchülerInnen zu finden, die ein solches Projekt in Angriff nehmen wollen. Wichtig ist es, die Unterstützung des Kollegiums und der Schulleitung zu haben, um das Projekt in vielen Unterrichtsbezügen zu verankern. Denn je breiter die Basis, auf der ein solches mittel- bis langfristiges Unternehmen ruht, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht nach kurzer Zeit wieder abbricht angesichts von vielen Hürden. Probleme können sich beispielsweise ergeben bei der Suche nach einer passenden Partnerschule, bei der Finanzierung von Begegnungen, bei Kommunikationsproblemen im interkulturellen globalen Kontext.

Eine besondere Partnerschaft ist die Grundschule am Insulaner in Berlin eingegangen: Aufgrund des schulischen Engagements für nachhaltige Entwicklung und Fairness (Kick fair, Klimabotschafter, Baumpflanzungen u.a.) werden 2009/10 Afrikaprojekte mit Focus auf die Fußball-WM 2010 in Südafrika verbunden mit konkreten Projekten an der von ASET gebauten Schule in Birkama-Balant/Senegal. SchülerInnen verschiedener Klassen haben eine Korrespondenz über Bilder und Briefe begonnen; ein Sponsorenlauf und andere Aktionen werden durchgeführt, um sich an dem Photovoltaik- und Aufforstungsprojekt in Birkama zu beteiligen. Die eigene Schule in Berlin wird gleichzeitig klima- und umweltorientiert erneuert. Man betrachtet also die eigene Entwicklung immer in einem lokal-globalen Zusammenhang.

In Workshops im Mai 2010 entstand eine Sendung im internationalen Kinderradio "Radijojo" in Kooperation mit Kindern aus dem "maison des enfants", einem neuen ASET-Projekt in Ziguinchor/Casamance - Senegal.

In einem Artikel werden anhand von weiteren konkreten Beispielen Möglichkeiten und Grenzen von Schulpartnerschaften aufgezeigt, um zu allgemeinen Schlussfolgerungen für die praktische Arbeit und die je schul-individuelle Ausgestaltung von Partnerschaft zu gelangen.
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