Übersicht 2008 - 2009

In den Jahren 2008/09 hat ASET die Arbeit im Inland in bestimmten Projektbereichen, die hier inzwischen das ASET-Profil bestimmen, fortgesetzt:

In mehreren Grundschulen und Kitas wurden eigenverantwortliche Kurse zum Globalen Lernen (GL) im Freizeitbereich und Veranstaltungsreihen im Unterricht (in Lebenskunde, Sachkunde oder sozialem Lernen) durchgeführt. Hinzu kamen Ferien- oder Freizeitprogramme. Die ReferentInnen haben überwiegend Migrationserfahrungen.

Auf einer ASET-Fachtagung wurden im September 2008 Beispiele aus der Arbeit vorgestellt und mit über 60 Teilnehmenden, Praktikern aus NRO, Schule und Hort, erörtert. Die Beispiele wurden in einer ersten CD zusammengestellt. Daraus konnte dann 2009 eine Lernmappe mit CD „Die Welt in unserer Schule. Globales Lernen im Rahmen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in der Grundschule – aus der Praxis für die Praxis“ entwickelt werden, die bereits große Beachtung in Fachkreisen fand. Hierin sind 43 Unterrichtseinheiten enthalten zu den Themen „Identität und Vielfalt“, „Produkte unseres Alltags“, „Unser Weltbild“, „(Un-) Gerechte Welt“, „Wasser weltweit“, „Nachhaltiger Lebensstil“. Auf der CD sind sämtliche Materialien direkt zum Einsatz.

Regelmäßig finden weitere Fortbildungen für MultiplikatorInnen zu Themen des Globalen Lernens und der Evaluierung der eigenen Arbeit statt.

Seit 2006 beteiligen wir uns fast jedes Jahr an den Berliner entwicklungspolitischen Bildungstagen „benbi“. Dies ist ein Zusammenschluss verschiedener Berliner NRO, die immer in einer Novemberwoche für SchülerInnen aller Altersgruppen globale Themen zu einem jeweiligen Oberthema anbieten. Dies ist nicht nur immer eine thematische und didaktische Herausforderung, sondern hier ist auch die Vernetzung mit anderen NRO im Globalen Lernen wichtig.

Darüberhinaus finden gelegentlich Projektwochen auch mit Sekundarschulen statt – jeweils auf Nachfrage.

Aktionen zum fairen Handel am Beispiel des Kaffeeparcours werden an verschiedenen Veranstaltungsorten durchgeführt, z.B. traditionellerweise beim Myfest in Kreuzberg, außerdem auf dem Kinderbauernhof oder mit Kirchengemeinden und auf Stadtteilfesten u.ä.. Dieses Stationen-Lernen ist inzwischen bei Klein und Groß beliebt und führt zu Diskussionen über Gerechtigkeit, Konsumverhalten, Lebensstil und fördert die Akzeptanz für fair gehandelte Waren. Diese Aktivitäten werden im Rahmen des neuen EU-Projekts von einem ASET-Mitglied koordiniert.

Für die Betreuung von Partnerschaften zwischen deutschen und afrikanischen Schulen hatte ASET e.V. 2008/09 keine Sondermittel erhalten, aber Kooperationen mit KATE e.V. und ENSA/InWEnt unternommen. Im Rahmen des neuen EU-Projekts wird dieser Bereich, bezogen auf Berliner Schulen, von einem weiteren ASET-Mitglied betreut. Es geht um Partnerschaften mit Senegal, Kamerun und Tanzania.

ASET e.V. arbeitet vielfach vernetzt in (über-) regionalen Netzwerken und beteiligt sich an Fortbildungsmaßnahmen sowie Strategiediskussionen auf politischer Ebene (z.B. im Beirat für Entwicklungszusammenarbeit beim Wirtschaftssenat). ASET e.V. steht mit ca. 20 anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO) auf einer Empfehlungs­liste beim Schulsenat für die schulische Zusammenarbeit mit NRO zum globalen Lernen.



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